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Der New Work Award – Gastbeitrag von Pickert & Partner

Der New Work Award – Gastbeitrag von Pickert & Partner

Mein Team hatte sich Ende 2017 für den New Work Award beworben. Leider hat es dieses Mal mit einer Nominierung nicht geklappt, aber ich bin trotzdem sehr stolz auf diese coole Aktion! In einem Gastbeitrag schreiben Gabi, Rebekka und Frank darüber:


New Work – und was wir darunter verstehen…

+++ 3. Quartalsmeeting 2017, letzter Punkt auf der Agenda: Vorstellung des New Work Award +++

Frage: sollen wir uns als Pickert & Partner für diesen Preis bewerben? Alle Anwesenden – also fast die ganze Firma – haben beschlossen, dass es lohnend ist, daran teilzunehmen. Es haben sich spontan drei Personen gefunden, die dieses Projekt umsetzen wollten.

Gabi: „Ich habe mir sofort gedacht, dass dies ein sehr spannendes Projekt ist. Auch wenn der Zeitplan natürlich sportlich war. 10 Tage bis zur endgültigen Abgabe der Bewerbung… ist das wirklich zu schaffen?“

Rebekka: „Die Frage, ob wir uns auf diesen Preis bewerben sollten, war für mich absolut unnötig. Wer, wenn nicht wir, passt denn besser auf die Beschreibung des New Work Award? Also ging es mir von Anfang an darum wie wir uns bewerben und nicht ob wir uns bewerben.“

Frank: „Als wir uns bei im Oktober 2017 in einer großen Runde entschieden eine Bewerbung für den New Work Award einzureichen, war der Weg der Veränderung im Unternehmen bereits voll im Gange. Ich selbst war gerade erst wenige Tage an Bord und das Wort Agilität in dem Kontext in dem wir es hier verstehen und leben war für mich noch etwas Neues. Also, warum soll ich mich nicht gleich ganz darauf einlassen!“

Die Umsetzung

Doch wie sollten wir dieses Projekt angehen? Diese Frage war gar nicht so leicht zu beantworten. Denn wie sollten wir die ganzen Veränderungen, die bei uns seit einem Jahr stattfinden, in eine Bewerbung bringen? Wie sollten wir ohne persönlichen Kontakt das alles vermitteln und zeigen, wie stolz wir auf unser Unternehmen sind? Es erschien unmöglich – außer wenn wir genau diejenigen reden lassen, die diese Veränderungen miterlebt haben, mitgestaltet und umgesetzt haben: uns Mitarbeiter. Wer könnte denn emotionaler und ehrlicher sagen, was in unseren Köpfen vor sich ging, als wir zum ersten Mal etwas von einer agilen Arbeitsweise gehört haben oder wie die Zukunft für uns aussehen könnte? Und genau das haben wir dann auch gemacht.

Mithilfe von drei Grundfragen haben wir sehr viele Meinungen, Stimmungen und Überzeugungen auffangen können – alleine hätten wir das niemals geschafft. Aber geht es bei New Work nicht auch darum? Die Gemeinschaft? Die Zustimmung und Unterstützung seitens der Geschäftsführung ist dabei natürlich ein wesentlicher Bestandteil. Denn ohne dieses Commitment wäre ein agiles Unternehmen nicht möglich.

Leider hat es nicht für eine Nominierung gereicht. Das ist zwar sehr schade, aber so müssen wir uns halt nächstes Jahr noch mehr anstrengen, um uns gegen die vielen anderen interessanten Firmen mit ihren spannenden Projekten durchsetzen zu können. Weil wir aber so stolz auf unseren Weg und natürlich auch unsere Bewerbung sind, laden wir Euch mit diesem Film ein, uns kennenzulernen. Wir hoffen, dass ihr beim Anschauen und Zuhören genauso viel Spaß habt, wie wir beim Erstellen und freuen uns schon über Feedback unten in den Kommentaren.

Auszüge aus dem Fragebogen für den New Work Award 2018

  • Bitte beschreiben Sie in maximal 300 Zeichen dieNew Work Initiative, das Projekt oder das Konzept, mit dem Sie sich bewerben bzw. Ihr Unternehmen sich bewirbt.
    • Agile Transformation: Wir setzen es um! Wir haben uns Anfang 2016 dazu entschlossen unser gesamtes Unternehmen zu verändern. Wir stellen alles in Frage und verordnen die Ideen für modernes Arbeiten nicht einfach, sondern entwickeln diese gemeinsam Schritt für Schritt. Und zwar genau da, wo es uns sinnvoll erscheint.
  • Warum wurde die Initiative eingeführt?
    • Durch das Wachstum unserer Firma hatten sich Hierarchien entwickelt, was dazu führte, dass wir Probleme nicht mehr direkt lösten. Unsere Prozesse wurden immer zeitaufwändiger und komplizierter. Ziel war es, ein Unternehmen zu haben, dass mit schlanken Prozessen agil handelt und wichtige Entscheidungen gemeinsam trifft.
  • Welche positiven Veränderungen oder Ergebnisse sind bereits durch die Einführung der New Work Initiative zu verzeichnen?
    • In Arbeitsgruppen mit interdisziplinärer Zusammenarbeit haben wir in einem Jahr ein neues Arbeitszeitmodell entwickelt, die Arbeitsverträge wurden angepasst und eingeführt. Es entstand unter Mitwirkung aller unsere Vision. Die Meeting-Kultur hat sich gewandelt. Das Miteinander wurde gestärkt durch z.B. gemeinsames Kochen in der Mittagspause.
    • Die Maßnahmen und Ziele sind von Mitarbeitern in verschiedenen Gruppen entwickelt worden. Jeder ist von diesen Änderungen überzeugt und trägt die jeweilige Neuerung weiter. Ein wichtiger Faktor sind zudem unsere Retrospektiven, um uns kontinuierlich zu verbessern und zu hinterfragen.
  • Welches Budget steht/stand Ihnen zur Verfügung?
    • Es gibt keinen festen Budgetrahmen sondern ein gemeinsames Ziel.
  • Was machen Sie anders als andere Unternehmen?
    • Wir durften alles in Frage stellen und Änderungen vorschlagen. Aus diesen Vorschlägen wurden dann in Teams Ergebnisse, die umgesetzt wurden. Wir schaffen alle Abteilungen Stück für Stück ab und denken nur noch in Aufgaben des Unternehmens. Jeder ist Unternehmer im Unternehmen.
  • Bitte beenden Sie, ggf. stellvertretend für Ihr Unternehmen, folgenden Satz: „New Work ist für mich/uns…“
    • …der Weg den wir gemeinsam gehen wollen. Denn es schafft Zufriedenheit, macht Spaß und bringt jeden Menschen persönlich weiter.
Sven O. Rimmelspacher

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